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Euthanasie

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Euthanasie
Sterbehilfe-Verdacht: Arzt aus U-Haft entlassen

Gericht sieht bei Salzburger Lungenfacharzt keinen dringenden Tatverdacht in Richtung Mord

Salzburg - Der pensionierte Salzburger Lungenfacharzt Helmut Wihan, der nach eigenen Angaben am 13. Juni einer Frau aus Obertrum (Flachgau) aktive Sterbehilfe geleistet hat und deshalb in Untersuchungshaft genommen wurde, ist heute, Freitag, enthaftet worden. Dies teilte der Sprecher des Landesgerichtes Salzburg, Hans Rathgeb, mit. Das Oberlandesgericht Linz "sah keinen dringenden Tatverdacht in Richtung Mord", so Rathgeb.

Der Lungenfacharzt wurde am 7. September in seinem Wohnort St. Jakob am Thurn (Tennengau) verhaftet. Der 62-Jährige hat gestanden, am 13. Juni 2006 seiner schwer depressiven Freundin auf deren Bitte eine tödliche Injektion Morphium verabreicht zu haben. Außerdem habe er 27.000 Euro an sich genommen.

Via Handy ausgeforscht

Zwei Injektionen soll sich die Frau vorher selbst gespritzt haben, gab der Mediziner an. Bei der Obduktion des Leichnams hatte die Gerichtsmedizin Einstiche von Injektionsnadeln festgestellt. Der Arzt war von den Behörden via Handy-Datenauswertung ausgeforscht worden. Die 27.000 Euro hatte er den Beamten übergeben.

Wihan, der am 1. Juli in Pension gegangen war, hatte bei seiner Einvernahme betont, die Tötung der 70-Jährigen in ihrem Haus in Obertrum sei auf deren ausdrücklichen Wunsch geschehen. Er habe zuvor vergeblich versucht, ihr bei der Bewältigung ihrer Krankheit zu helfen. (APA)

Quelle: derStandart 29.9.2006

Pensionierter Lungenfacharzt bestätigt Sterbehilfe

SALZBURG. Ein pensionierter Salzburger Lungenfacharzt hat am Dienstag gegenüber den "Salzburger Nachrichten" erstmals bestätigt, am 14. Juni dieses Jahres eine depressive Pensionistin getötet zu haben.

Als Tatmotiv gab der Mediziner Helmut Wihan an, "Mitleid mit der Frau" gehabt zu haben. Diese sei eine langjährige Freundin gewesen. Zunächst habe er "alles versucht", der Frau bei der Bewältigung ihrer Depressionen zu helfen. Diese sei aber immer mehr verfallen, "körperlich und psychisch", so Wihan. Dennoch bestätigt er, dass das Opfer nicht im Sterben lag, sondern körperlich weitgehend gesund war. "Sie hat mich immer wieder angefleht, ihr bei ihrem Vorhaben zu helfen. Schließlich, in einem emotionalen Moment, habe ich ihr's versprochen. Und ich bin keiner, der ein Versprechen bricht", sagte der 62-Jährige gegenüber den "SN".

Am 14. Juni dieses Jahres habe Wihan der Pensionistin die tödliche Injektion verabreicht. Die Vorbereitungen soll sie allerdings selbst getroffen haben. Je zwei Kubikzentimeter Morphium habe sich die Pensionistin in beide Unterarme gespritzt. Wihan habe dann eine größere Dosis intravenös injiziert und gewartet, bis die 70-Jährige eingeschlafen war.

Dann nahm der Lungenfacharzt einen Beutel mit 27.000 Euro, der neben der Leiche lag, an sich. "Sie hat mir viel Geld und ihr Haus angeboten, wenn ich ihr helfe. Aber das wollte ich nicht", so der Mediziner. Warum er das Geld dennoch an sich genommen hat, kann er sich nicht erklären. Er habe es sofort der Polizei zurückgegeben. Von deren Seite gibt es allerdings keine Bestätigung.

Bereits seit Tagen sorgt der Fall der Sterbehilfe an der 70-Jährigen in Salzburg für heftige Diskussionen. Prominente Ärzte haben sich von der Tat des Kollegen ausdrücklich distanziert. Von der Salzburger Staatsanwaltschaft wurden Vorerhebungen

                                                                     
Quelle: OÖNachrichten vom 07.09.2006

 

 

Euthanasie

Das niederländische Parlament verabschiedete, nachdem die Euthanasie jahrelang stillschweigend toleriert wurde, nun ein Euthanasiegesetz, wonach aktive Euthanasie zwar grundsätzlich verboten, jedoch auf Wunsch des Patienten - aber auch ohne dessen Zustimmung - straffrei ist.

Laut einer Regierungsaussage waren 1991 unter den 120.000 Sterbefällen in den Niederlanden 20.000 Euthanasieopfer.

Die Statistik weist allerdings nur 2.300 Euthanasieopfer aus, da das holländische Gesetz unter Euthanasie nur die Fälle erfasst, in denen ein tödliches Mittel, auf Wunsch des Patienten, vom Mediziner verabreicht wurde.

400 Fälle, in denen der Mediziner ein tödliches Mittel besorgte, sowie 1.100 Getötete, die ohne ihre Einwilligung mittels eines tödlichen Giftes willkürlich vom Mediziner umgebracht wurden, tauchten ebenso wenig in der Statistik auf wie die 8.000 Getöteten, die durch eine Überdosis ermordet wurden. Letztere wurden unter der Rubrik "normale medizinische Behandlung" geführt.

In mindestens weiteren 8.000 Fällen wurde die medizinische Behandlung abgebrochen oder erst gar nicht aufgenommen, um so den Menschen umzubringen.

Das holländische Euthanasiegesetz gleicht u.a. in eklatanter Weise dem deutschen Abtreibungsgesetz. Auch hier ist die Tötung grundsätzlich verboten, aber de facto straffrei, und es werden jährlich fast eine halbe Million Kinder allein in der Bundesrepublik Deutschland umgebracht.

Ebenso, wie die niederländische Liberalisierung der Abtreibungsgesetzgebung Pate für die Gesetzgebung in vielen anderen europäischen Ländern stand, wird sicher auch dieses oder ein ähnliches Euthanasiegesetz, im Zuge einer Harmonisierung des EG-Rechtes bald in ganz Europa Geltung haben.

Es ist unerheblich, ob nur die so genannte passive oder auch die aktive Euthanasie laut Gesetz straffrei bleibt. Im heutigen Sinne heißt Euthanasie "Schön getötet werden!" So wie es in der Abtreibungspraxis keinen Unterschied macht, ob die Kinder nach einer Fristen- oder nach einer Indikationsregelung getötet werden, so wird es auch in der kommenden Euthanasiepraxis kein Unterschied sein, ob lediglich die passive oder auch die aktive Euthanasie straffrei bleibt. Diese Unterschiede bestehen nur auf dem Papier.

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Passive Euthanasie

Ein Beispiel für sog. passive Euthanasie, wie sie heute verstanden wird, ist der Entschluss, einen Menschen nicht weiter "künstlich am Leben zu erhalten". Die künstliche Ernährung - unter die auch Löffelfütterung gezählt wird - wird eingestellt.

Hier ein Auszug aus dem Verlaufs-Protokoll der letzten Lebenstage eines so zum Tode Verurteilten:

Sein Mund trocknet aus, verklebt oder wird von einer dicken Substanz überzogen
Seine Lippen trocknen aus, springen auf oder reißen
Seine Zunge schwillt an und kann platzen
Seine Augen sinken in die Augenhöhlen ein
Seine Wangen werden hohl
Die Nasenschleimhäute können reißen und Nasenbluten verursachen
Seine Haut hängt lose an seinem Körper und wird trocken und schuppig
Sein Urin wird hochkonzentriert und verursacht ein Brennen in der Blase
Seine Magenwände trocknen aus, und es kommt zu Würgen und Erbrechen
Es kommt zu Hyperthermie, einer sehr hohen Körpertemperatur
Seine Gehirnzellen beginnen auszutrocknen und verursachen Konvulsionen (Krämpfe, Schüttelkrämpfe)
Seine Atemwege trocknen aus. Dies führt zur Absonderung sehr dickflüssiger Sekrete, die seine Lungen verstopfen und seinen Tod verursachen können
Schließlich kommt es zum Versagen der wichtigen Organe, einschließlich Lunge, Herz und Gehirn

Da der Patient sich nicht äußern kann (z.B. bei Komatösen), ist nicht bekannt, welche Todesqualen er erleidet.

Natürlich findet jeder noch menschlich Empfindende einen solchen Tod unwürdig und unmenschlich. Aber dennoch ist die Angst vor der Apparatemedizin (=Überbehandlung) überall anzutreffen. Um einem "Dahinvegetieren" an einer Maschine zu entgehen, wird vielerorts das so genannte Patiententestament oder der Patientenbrief diskutiert. Dabei ist eine solche Verfügung vollends unnötig, da ich im ansprechbaren Zustand sowieso vor jeder Behandlung meine Einwilligung geben muss, und für den Fall, dass ich nicht ansprechbar bin, meine Angehörigen diesbezüglich gefragt werden müssen.

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Das Patiententestament

Hier ein Beispiel für ein sogenanntes Patiententestament:

"Wenn ich ein unheilbares Leiden haben sollte, das meinen Tod innerhalb einer kurzen Zeit verursachen wird, und ich nicht mehr in der Lage bin, Entscheidungen bzgl. meiner medizinischen Behandlung zu treffen, gebe ich meinem behandelnden Arzt die Weisung, eine Behandlung, die den Vorgang des Sterbens nur verlängert und nicht für mein Wohlbefinden oder die Schmerzlinderung notwendig ist, zu unterlassen oder abzubrechen."

Was heißt:

unheilbares Leiden? Asthma, Diabetes, Zerebrale Lähmungen, Herzleiden, Schlaganfallsleiden, Depressionen ...?
Tod ... innerhalb einer kurzen Zeit? Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre ...?
nicht in der Lage zu sein, Entscheidungen zu treffen? weil ich schlafe, bewußtlos bin, verwirrt bin oder für verwirrt erklärt werde, unter Medikamenten stehe, von Problemen erdrückt werde ...?
meinem behandelnden Arzt? dem Hausarzt, dem Spezialisten, den Sie nicht kennen, dem Medizinassistenten in der Notaufnahme, dem Arzt, der auf meinen Tod zwecks Organentnahme wartet ...?
Behandlung abzubrechen oder zu unterlassen? das Beatmungsgerät, die Operation, die Chemotherapie, das Insulin, das Antibiotikum, die Nahrung, das Wasser, auch Löffelfütterung ...?

Einem anderen Aspekt der Euthanasiedebatte begegnen wir in der Frage nach der Organtransplantation.

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Organstransplantation

Die Grundfrage, die dabei zunächst zu klären ist: Ist der Mensch bei der Organentnahme bereits tot, oder wird er erst dadurch getötet?

Seit der Gedanke der Organtransplantation in den Gehirnen der Mediziner Einzug gehalten hat, wurde die Todesdefinition geändert. Man sprach nun nicht mehr vom Tod als solchem oder vom Gesamttod des Menschen, man verlegte den Tod auf einen früheren Zeitpunkt und einigte sich auf den Hirntod.

Dabei standen weniger die moralischen Erwägungen als vielmehr die praktischen Überlegungen im Vordergrund. Nur einem Hirntoten kann man das noch schlagende Herz entnehmen. Einem Hirn- und Herzkreislauftoten, also einem Toten nach der klassischen Definition, die auch dem gesunden Volksempfinden entspricht, der also weder Atmung (ob künstlich oder natürlich) noch Herzschlag aufweist, kann man verschiedene Organe zur Transplantation nicht mehr entnehmen, da sie zu diesem Zweck bereits unbrauchbar geworden sind.

Die amerikanischen Ärzte Dr. med. Paul A. Byrne und Dr. med. Richard G. Nilgers geben Antwort (sinngemäße Auszüge aus amerikanischen Veröffentlichungen) auf die so heiklen Fragen nach dem Hirntod.

Nilgers: "Ich habe viele Hirntote gesehen. Sie sehen nicht tot aus. Es ist wahr, ihre Atmung ist passiv, die Maschinen atmen für sie, aber ihr Herz schlägt, ihr Blut zirkuliert, sie sind rosig und warm. Die jungen Männer sehen gut aus, die jungen Frauen sind hübsch, sogar bei ihrem Hirntod. Solch eine Person kann gesetzlich für tot erklärt werden, und es können ihr die Organe zur Transplantation entnommen werden.

Die Öffentlichkeit muss verstehen - und dieser Punkt wird oft zugunsten der Transplanteure beschönigt - daß der Körper - oder ist es noch die Person? - dann zum ´Eingriff` freigegeben wird, wenn das Herz noch schlägt und die Haut warm und rosig ist."

 

Die Frage bleibt: Sind Organspender wirklich tot?

Byrne: "Eine Hirntod-Diagnose bedeutet das Fehlen von Gehirnfunktionen, die teilweise oder ganze Zerstörung des Hirns oder Tod. Diese Begriffe werden oft durcheinander gebracht. Die meisten Leute finden diese Begriffe verwirrend und sind nicht fähig, über den 'Hirntod' zu reden. Letztes Jahr berichtete das Journal of the American Medical Association, daß im Gebiet Cleveland nur 35% derer, die mit Organbeschaffung zu tun haben, die gesetzlichen und medizinischen Kriterien für die Bestimmung des Todes korrekt bestimmen konnten ... 19% klassifizierten Anenzephale (Menschen ohne Großhirnfunktion) und Patienten im 'vegetativen Zustand' für tot."

Gehen wir zunächst auf diese Definitionen ein, die im strengen Sinne - noch - nichts mit dem Hirntod zu tun haben, aber schon bei der nächsten Umdefinierung haben können.

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Vegetativer Zustand

"Die Diagnose vom 'anhaltenden vegetativem Zustand' ist eine moderne Hinzufügung zur Liste potentieller Organspender. Es gibt viele, viele Krankheitsprozesse, die in der Vergangenheit als 'anhaltend' vorausgesagt worden waren, plötzlich wurden Methoden für genauere Diagnosen und Behandlungen gefunden und seitdem waren sie nicht mehr in der Kategorie 'anhaltend' zu finden.

Wie schwer ein "anhaltender vegetativer Zustand" diagnostiziert werden und was diese Diagnose bedeuten kann, verdeutlicht die Geschichte von Sergeant David Mack, einem Polizeibeamten aus Minneapolis, der bei einem Schußwechsel verletzt worden war.

"Es wurde diagnostiziert, er sei in einem 'anhaltend vegetativen Zustand' (PVS). 22 Monate später war er - mit Hilfe seiner Augen und einer Buchstabentafel - fähig, sich den Umstehenden mitzuteilen. Er beschrieb und nannte eine Krankenschwester, die sich um ihn gekümmert hatte. Dr. Ronald Cranford war einer der Ärzte, die mit der (falschen) Diagnose von Sergeant Mack zu tun hatten. Dieser Mediziner ist einer der Vorkämpfer, die für das Verweigern von Nahrung und Wasser bei Patienten in 'hoffnungslosen' Zuständen sowie 'anhaltend vegetativen Zuständen' und 'irreversiblem Koma' eintreten. Dr. Cranford ist ebenso gut bekannt als Vorreiter, der auf eine gesetzliche Anerkennung des Hirntodes drängte."

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Koma

Ein anderer Begriff, der oftmals mit Hirntod verwechselt oder gar gleichgestellt wird, ist das Koma. Es handelt sich hier um einen vorübergehenden oder dauernden Zustand (chronisches Koma).

Nach Dr. Cranford und anderen Verfechtern der Euthanasie sollte man diese Menschen "sterben lassen". Ehrlicher wäre, töten zu sagen.

Hierzu Dr. Bryne: "Ein Patient im Koma ist wie eine Person, die schläft, mit einer Ausnahme, daß eine schlafende Person spontan aufwacht und geweckt werden kann. Eine Person im Koma kann nicht geweckt werden. Das Koma folgt normalerweise auf eine akute Verletzung oder Schädigung des Gehirns oder des Kreislaufs zum Gehirn. Innerhalb einiger Wochen wird der Patient aus dem schlafähnlichen Koma erwachen. Wenn der Patient nach einigen Wochen immer noch nicht reagiert, ist er/sie in einem eher chronischen Zustand. Halbkomatös bedeutet, daß die Person zwar mehr reagiert als jemand, der schläft, aber noch nicht geweckt werden kann."

Komatöse Menschen sind nicht unbedingt Sterbende, nicht einmal direkt Kranke. Sie können oft über Jahre hinweg weiterleben, ähnlich Schlafenden.

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 Hirntod

Was aber ist mit den wirklich Hirntoten?

Zunächst einmal müssen wir bedenken, daß der Ausfall sämtlicher Gehirnfunktionen äußerst schwer zweifelsfrei feststellbar ist und das Risiko einer Fehldiagnose beständig mitschwingt.

Dr. Byrne: 

"Wir sollten das Konzept des 'Hirntodes' ablehnen. Es ist Betrug, obwohl es legalisiert wurde. Einen Patienten tot zu nennen, wenn er noch lebt, macht ihn nicht tot, auch wenn das Gesetz erlaubt, ihn für tot zu erklären.

Wenn die Wissenschaft einer Tatsache widerspricht (z.B. der Tatsache, daß ein Körper mit einem schlagendem Herzen lebt und nicht tot ist), ist es das letzte, was passieren darf, daß die Wissenschaft hier neue Definitionen einführt. Wissenschaft, die der Realität widerspricht, ist keine Wissenschaft! Laut Theologie, Philosophie oder Medizin, die auf den Erkenntnissen der Biologie und Biochemie basieren, ist der Tod ein Zustand, nach dem das Leben beendet ist. Seit Bestehen des menschlichen Lebens ist ein Mensch eine Einheit, ein Ganzes. Vom Standpunkt der Biologie und Biochemie aus sollte niemand für tot erklärt werden, bevor es keine Zerstörung der Hauptsysteme des Körpers gibt. So sollte niemand für tot erklärt werden, ohne daß die Zerstörung der Atmungs- und Kreislaufsysteme und des ganzen Gehirns vorliegt. Auf der anderen Seite ist es absolut nicht vertretbar, jemanden für tot zu erklären aufgrund des Mangels an Beweisen von Gehirnfunktionen."

Beim Hirntod liegt - nach bisherigem Kenntnisstand der Medizin - der Ausfall des gesamten Gehirns und der Spontanatmung vor. Das Herzkreislaufsystem arbeitet aber noch und zwar mindestens solange, wie die Atmung (künstlich) aufrecht erhalten bleibt - und das bleibt sie bei Organspendern solange, bis das Herz schlagend herausgeschnitten wird.

Was die Organtransplantation angeht, so lautet nach Dr. Byrne die Frage: 

"Ist es gerechtfertigt, ein schlagendes Herz herauszuschneiden, wenn es Zweifel über den Tod gibt?" 

Und die Antwort: 

"Es ist nicht gerechtfertigt, auch nicht einen Augenblick vor dem Tod!"

 

Und es gibt enorme Zweifel. - Um keinen Preis dürfen wir das Leben eines Menschen verkürzen, weder das Leben des Komatösen noch das Leben des hirntoten Sterbenden.

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 Den Sterbeprozeß nicht abkürzen

Hierzu Dr. Nilges: "Richard Strauß erwachte auf seinem Totenbett aus seinem vorletzten Koma und erklärte, daß er gerade die letzten Noten seines 'Tod und Transfiguration' gehört habe: 'Sterben ist genauso, wie ich es in Tod und Verklärung geschrieben habe."

Christliche Mystiker haben einen 'schönen Punkt der Seele' während Zuständen gebetsvoller, vorübergehender Leblosigkeit beschrieben. Wie viele Trompetenklänge zur Ewigkeit, wie viele Gebete und sogar mystische Visionen haben wir Ärzte plündernd unterbrochen beim 'Ausschlachten lebender Organe'?

Wo ist das Mitleid, wo die Liebe, wo ist wenigstens die Grundverbindlichkeit von Arzt und Patient in diesen 'Ärzten', die handeln, als hätten sie Pumpen statt Herzen und Eiswasser statt Blut?"

Es gibt in Deutschland bereits eine Reihe entsetzter Eltern, die ihre toten Kinder nach der Organentnahme fast nicht mehr wieder erkannten. Den Hirntoten wurden z.B. Herz, Lunge, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Knochenmark, Hirnhaut und Augen entnommen. Zurück blieb eine völlig verstümmelte Leiche und Eltern, die den Anblick ihres im und nach dem Sterben mißhandelten und entwürdigten Kindes niemals vergessen.

 

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