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Euthanasie

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Euthanasie

Verendet und verschwiegen

Im Juli wurde eine 54jährige Frau in Deutschland euthanasiert. Ein Präzedenzfall? Die Medienkonzerne deckten das Verbrechen durch ihr Schweigen.
(kreuz.net, Stuttgart) Ende Juni wurde Frau Ingeborg Klein in einem städtischen Altenheim in Stuttgart zu Tode gehungert.

Das berichtete die Lokalzeitung ‘Stuttgarter Nachrichten’ Mitte September.

Die ihrem Schicksal überlassene Stuttgarterin hatte mit 54 Jahren einen Gehirnschlag erlitten und war Anfang November 2002 in ein Wachkoma gefallen.

Nach drei Jahren wollte ihr Sohn nicht länger auf „ein Wunder“ warten.

Er bat, die „lebensverlängernden Maßnahmen“ für seine Mutter abzubrechen. Eine Patientenverfügung von Frau Klein gab es nicht.

Die katholische Moraltheologie betont schon seit Jahren, daß man zwischen „lebensverlängernden“ und „lebenserhaltenden“ Maßnahmen unterscheiden muß.

Frau Klein erhielt keine „lebensverlängernden“, sondern nur „lebenserhaltende“ Maßnahmen, auf die jeder Mensch ein Recht hat.

Um einen hypothetischen Todeswunsch von Frau Klein herbeizuargumentieren, befragte das Vormundschaftsgericht Stuttgart angebliche Freunde und Angehörige der Patientin.

Das Gericht kam zum Schluß, daß Ingeborg Klein eine „künstliche Aufrechterhaltung ihrer Körperfunktionen“ abgelehnt hätte.

Ihr mutmaßlicher Wille sei es, zu verhungern.

 
Die Wachkoma-Patientin Terri Schiavo starb am 31. März 2005 wegen Nahrungsentzugs.
Die Wachkoma-Patientin Terri Schiavo starb am 31. März 2005 wegen Nahrungsentzugs.

Für die Ausführung dieses Planes wurde Frau Klein in das städtische Altenzentrum ‘Zamenhof’ verlegt.

Die Sozialbürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch (FDP) gab Ende Juni grünes Licht für die Exekution. Frau Klein wurde die künstliche Ernährung verweigert.

Sie verendete im Altenheim.

Nach ihrem Tod schaltete sich der Leiter des Sterbeheimes in Stuttgart, der Medizin Christoph Student (64), ein. Er warf der liberalen Bürgermeisterin darauf die aktive Tötung eines behinderten Menschen vor.

Student warnte am 6. September in Stuttgart vor der Einstufung von Wachkoma-Patienten als Sterbefälle.

Solche Patienten seien schwer behinderte Menschen.

Frau Klein sei durch den Entzug von Nahrung und Flüssigkeit zu Tode gebracht worden. Sie sei nicht an den Folgen ihrer Behinderung gestorben, sondern an einer von außen getroffenen Maßnahme.

Der Träger des Stuttgarter Sterbeheimes untersagte dem renommierten Arzt nach seiner öffentlichen Äußerung weitere Stellungnahmen zum Fall.

Dennoch erinnerte dieser Ende September vor der ‘Stuttgarter Zeitung’, an die Gefahr eines Dammbruchs:

„Wenn Ingeborg Klein ein Präzedenzfall ist, dann heißt das im Umkehrschluß: Ich töte diesen Menschen, obgleich ich nicht klären kann, ob er weiterleben will.“

Der Mediziner warnte vor dem Entschluß, behinderte oder demenzkranke Menschen umzubringen: „In Deutschland haben wir angesichts unserer Vergangenheit die Verpflichtung, besonders achtsam zu sein.“

Frau Bürgermeister Müller-Trimbusch sah sich in die Nähe der nationalsozialistischen Euthanasie gerückt: „Herr Student, das treibt mir die Zornesröte ins Gesicht.“

Students Dienstvorgesetzter sieht nun den „konstruktiven Dialog“ mit der Sozialbürgermeisterin erheblich gestört.

Daneben steht dem Mediziner auch noch eine Klage der Stuttgarter Anwältin Petra Vetter ins Haus.

Sie vertritt die Angehörigen der wegen Nahrungsentzug zu Tode gekommenen Frau Klein. Student habe mit dem Vorwurf der „Tötung“ ihre Mandanten verleumdet und deren Ruf geschädigt.

Der Sohn der Verstorbenen, Oliver Klein, behauptete, daß seine Mutter in ihrem Körper lebendig begraben gewesen sei.

Er habe versucht, mit Gerüchen, Gesang und Vorgelesenem Kontakt mit seiner Mutter aufzunehmen: „Ich bin nicht an sie herangekommen.“

Erst jetzt fühle er sich wieder frei: „Es waren die schlimmsten Jahre meines Lebens, eine einzige Quälerei.“

Quelle: Kreuz.net 4.9.2006

Streit um Sterbehilfe: Hospizleiter attackiert Stuttgarter Sozialbürgermeisterin

Die Stuttgarter Sozialbürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch und der Leiter des
Stuttgarter Hospiz, Christoph Student, streiten erbittert über das Thema Sterbehilfe.
Der 64-jährige Mediziner wirft der FDP-Politikerin die aktive Tötung eines behinderten
Menschen vor und bezieht sich dabei auf die Wachkomapatientin Ingeborg Klein, die
Ende Juni 2006 gestorben ist.  
Mit der Zustimmung von Müller-Trimbusch wurde bei ihr nach dreieinhalb Jahren
die künstliche Ernährung in einem städtischen Altenheim eingestellt.
In einem Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" wiederholt der Hospizleiter Student
seine Vorwürfe, obwohl ihm der Träger der Einrichtung öffentliche Äußerungen dazu
untersagt hat.
Wie die Zeitung weiter berichtet, geht der Trägerverein auf offene Distanz zu dem
renommierten Arzt. Der Vorsitzende der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart, Heinz
Gerstlauer, spricht von "nicht tragbaren" Vorwürfen Students und "absolut unpassenden"
Vergleichen mit der Euthanasie der Nazis. Students Dienstvorgesetzter, Dekan 
Hans-Peter Ehrlich, sieht den "konstruktiven Dialog" mit der Sozialbürgermeisterin
erheblich gestört.
Daneben steht dem Professor der Medizin auch noch eine Klage der Stuttgarter
Anwältin Petra Vetter ins Haus. Die Spezialistin für Patientenrecht, die die Angehörigen
von Ingeborg Klein vertreten hat, sieht sich durch Student verleumdet und in ihrem
Ruf geschädigt.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten v. 21.09.2006

Am Anfang des nationalsozialistischen Mordens stand die ‘Aktion Gnadentod’

„Unheilbar Kranken sollte bei kritischster Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden.“ Von Leo G. Schüchtern.
(Kreuz.net) Am 1. September 1939 erklärte Reichskanzler Adolf Hitler pflegebedürftigen und behinderten Deutschen den Krieg.

„Nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken sollte bei kritischster Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden“.

Bis zum August 1941 fielen der anschließenden Mordaktion mehr als 70.000 Menschen zum Opfer.
 

Vorbereitet wurde die Aktion durch einen häßlichen Propagandafeldzug gegen „Ballastexistenzen“ und „lebensunwerte Menschen“ im Sinne der nationalsozialistischen Rassenhygiene.

Systematisiertes Eliminierungsverfahren

Mit Meldebögen erfaßte man zu Beginn der „Aktion Gnadentod“ in allen deutschen Psychiatrieanstalten die Insassen und Langzeitpatienten nach dem Grad ihrer Behinderung und Pflegebedürftigkeit.

Systemzuverlässige ärztliche Gutachter wurden mit der Selektion der Patienten beauftragt.

Wer auf den Meldebögen als „pflegebedürftig“ oder „arbeitsunwillig“ qualifiziert wurde, galt als „lebensunwert“.

Auf dem Meldebogen wurde das mit einem „+“ eingetragen.

Als einmal ein entfernter Verwandter von Reichsmarschall Hermann Göring († 1946) auf die Todesliste gelangte, intervenierte Göring nach dem Motto: Wer lebensunwert ist, bestimme ich.

Die gesammelten Daten wurden in der Organisationszentrale „Tiergartenstraße 4“ in Berlin gesammelt.

Die sogenannte „T4-Zentrale“ ordnete auch die Einrichtung von Tötungsanstalten an.

Diese entstanden in Brandenburg bei Berlin, Bernburg an der Saale, Sonnenstein-Pirna bei Dresden, Hadamar bei Limburg, Grafeneck in Württemberg und Hartheim/Linz in Österreich.

60 Patienten pro Tag

 

Rauch aus Hadamar
Rauch aus Hadamar

Im damals praktisch leerstehenden Landeskrankenhaus von Hadamar wurde ein Tötungstrakt eingerichtet. Er bestand aus den Vorbereitungsräumen, einer Gaskammer, einem Sezierraum und zwei Krematoriumsfluchten im Keller.

Aus logistischen Gründen und um die Angehörigen irrezuführen schaffte man die todgeweihten Patienten aus etwa dreißig Heilanstalten des mittelwestlichen Bereiches des Reiches in neun Zwischenanstalten in der Nähe der Kleinstadt Hadamar.

Aus diesen Anstalten brachten täglich drei Busse durchschnittlich sechzig Patienten in die Tötungsanstalt.

Das Personal spielte den Kranken das Ritual einer Neuaufnahme vor, bevor die Todgeweihten in den Keller „zum Duschen“ geführt wurden.

In die als Duschraum getarnte 14 Quadratmeter große Gaskammer preßten die Pfleger bis zu sechzig Menschen. Sie wurden dann durch Kohlenmonoxyd vergast.

Am Gashahn stand der Arzt Dr. Hans Bodo Gorgaß. Er war wie die meisten Angestellten der Tötungsanstalt Mitglied der SA und der NSDAP.

Die beiden Bürovorsteher Christian Wirth und Gottlieb Hering – beruflich Kriminalbeamte – nahmen obere SS-Ränge ein.

Nach 1942 wüteten sie in den Vernichtungslagern Treblinka, Belzec und Sobibor in Polen.

Die Leichen der Ermordeten wurden in den beiden Krematoriumsöfen in den Kellerräumen verbrannt. Vorher brach man den Toten die Goldzähne heraus.

 

Ausschnitt aus einem Propagandafilm der Nationalsozialisten
Ausschnitt aus einem Propagandafilm der Nationalsozialisten

Das Zahngold hat die Firma Degussa eingeschmolzen. Es war folglich Teil des sogenannten Nazigoldes, das zwecks Devisenbeschaffung an die Schweiz verkauft wurde.

Die Angehörigen der Ermordeten bekamen standardisierte Trostbriefe und standesamtliche Totenscheine mit gefälschten Todesursachen – auf Wunsch auch eine Urne mit Asche.

Meistens wurden die Habseligkeiten der getöteten Patienten von der Anstalt einbehalten.

Gleiches Personal – andere Zielgruppe

Im Herbst 1941 stellte man die Gasmordaktion – unter anderem aufgrund der mutigen Predigten des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen – vorläufig ein.

Die beiden Krematoriumsöfen von Hadamar baute man ab, um sie „im Osten“ wieder zu verwenden.

Ein Teil des Hadamarer Personals wurde im Winter 1941/42 zu Einsätzen im Rückraum des seit Juni 1941 begonnenen Krieges gegen die Sowjetunion abkommandiert.

Mit den Ost-Deportationen der Juden im nationalsozialistischen Zugriffsbereich knüpfte Hitlers Mordbürokratie direkt an die Euthanasie-Gasmordaktion im Deutschen Reich an – teilweise mit dem gleichen Personal.

Die Euthanasierungen waren auch der Probelauf für den Völkermord an Zigeunern, Polen und Völkern im sowjetischen Machtbereich.

Die meisten Punkte, welche die sogenannte Holocaust-Ideologie für die Einzigartigkeit der Judenmorde anführt, treten im Massenmord an den Behinderten zu Tage:

 

Deportation von Patienten aus der Pflegeanstalt Liebenau (circa 1940)
Deportation von Patienten aus der Pflegeanstalt Liebenau (circa 1940)

Einer Gruppe von Menschen wurde allein wegen einer Eigenschaft – Behinderung und Pflegebedürftigkeit – das Lebensrecht abgesprochen.

Für die Ermordung baute der braune Terrorstaat spezielle Tötungseinrichtungen.

Die Mordaktionen wurden hochbürokratisch, fabrikmäßig und mit damals modernster Logistik und Technik durchgeführt.

Die Leichen wurden nach Zahngold geplündert und wegen der Gehirne „für Forschungszwecke“ seziert, bevor die Verbrennung die Spuren verwischen sollte.

Die „Aktion Gnadentod“ besaß keine gesetzliche Grundlage und wurde mit bürokratischen Falschinformationen und Geheimhaltungsbefehlen verschleiert.

Was war die Grundlage für die Judenvernichtung?

Auf diese Weise stellt die Liquidierung von Behinderten die behauptete unvergleichliche Einzigartigkeit der nationalsozialistischen Judenmorde – und damit das zivilreligiös aufgeladene Holocaustkonzept – in Frage.

Auch das zweite Dogma der Holocaust-Ideologie wird durch den rassenhygienisch motivierten Krankenmord in Frage gestellt:

Propagandisten der Holocaust-Ideologie behaupten, daß der Völkermord an den Juden nur aufgrund eines „zweitausendjährigen Antisemitismus“ möglich gewesen und daß sogar ein „ewiger Judenhaß“ darin kumuliert sei.

Nach Meinung des US-Hetzautors Daniel Goldhagen war ein angeblicher „eliminatorischer Antisemitismus der Deutschen“ Grundlage für das Gelingen des jüdischen Völkermordes.

Doch die nationalsozialistischen Massenmorde an Kranken und Pflegebedürftigen zeigen, daß diese trotz einer zweitausendjährigen Zivilisation der christlichen Nächstenliebe, der personalen Menschenwürde und des Tötungsverbotes durchgesetzt wurden.

In der Massenvernichtung der Behinderten zeigte sich der erschreckende Zivilisationsbruch, die Menschen nach ihrem Rassewert und ihrer ökonomischen Verwertbarkeit einzuschätzen.

Erst nachdem es Hitlers Mordbürokratie gelungen war, den Massenmord an den Kranken mitten in Deutschland und relativ reibungslos durchzuführen, ging man daran, die Juden im nationalsozialistischen Zugriffsraum zu liquidieren.

Die Krankenmorde von 1939 bis 1941 waren somit Bedingung, Anstoß und Vorbild für den nationalsozialistischen Massenmord an sechs Millionen Juden.

© Bild Hadamar: Dioezesanarchiv Limburg
© Bild Euthanasie-Bus: Stiftung Liebenau

Quelle: Kreuz.net 25.03.2007

 

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