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Sterbehilfe

 

Neue Diskussion über Sterbehilfe in Deutschland

 

Niedersachsens Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU). Foto: Juristische Fakultät Universität Hannover

B e r l i n / H a n n o v e r (idea) - Der Tod zweier Deutscher in der Schweiz hat in Deutschland eine neue Diskussion über die Sterbehilfe entfacht. Die Justizminister mehrerer Länder planen eine Initiative, um Sterbehilfe-Organisationen wie dem Schweizer Verein Dignitas das Töten in Deutschland zu verbieten.

Dignitas hatte zwei Deutschen auf einem Parkplatz bei Zürich die Selbsttötung in ihren Autos ermöglicht. „Von würdigem Sterben kann bei diesen Praktiken keine Rede sein“, sagte Niedersachsens Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU). Mit Blick auf den Verein Dignitas, der seit zwei Jahren eine Filiale in Hannover unterhält, sprach sie sich gegen eine  geschäftsmäßige Vermittlung von Selbsttötungen aus. „Solche Reisebüros in den Tod dürfen nicht geduldet werden.“ Die Deutsche Hospiz Stiftung rief die Politik zu schnellem Handeln auf. „Nie war die Chance größer, der Geschäftemacherei mit dem Tod Einhalt zu gebieten“, so Eugen Brysch (Berlin) vom Vorstand der Hospiz Stiftung. „Wenn die Politik diesen Moment nicht nutzt, macht sie sich mitschuldig.“ Doch es gibt auch Stimmen, die ein neues Gesetz zur Sterbehilfe für überflüssig halten. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch (Berlin) lehnte die Bundesratsinitiative aus Hessen, Thüringen und dem Saarland ab. Der Gesetzentwurf für ein Verbot der geschäftsmäßigen Förderung von Sterbehilfe sei „völlig unverhältnismäßig“, sagte der Fraktionssprecher für Palliativmedizin. Aktive Sterbehilfe „ist und bleibt in Deutschland verboten“. Änderungen im Strafrecht seien daher nicht erforderlich.

 Quelle: IDEA 11.11.2007

 

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