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Ted Bundy

Theodore Ted Robert Bundy (eigentl.
Cowell) (* 24. November 1946 in Burlington in Vermont, verst. 24. Januar 1989) war ein us-amerikanischer Serienmörder, der zwischen 1974 und 1978 mindestens 28 junge Frauen und Mädchen in den US-Bundesstaaten Washington, Utah, Colorado, Oregon, Idaho und Florida tötete.

Theodore Robert Bundy wurde der populärste Mörder seiner Zeit, was wahrscheinlich an seinem blendenden Aussehen und seiner Redegewandtheit lag. Schätzungen zufolge hat Bundy in mehreren Staaten zwischen 35 und 60 junge Frauen ermordet.

Bei der Wahl seiner Opfer sprang er auf besondere Schlüsselreize an: Die Frauen mussten lange, dunkle und in der Mitte gescheitelte Haare tragen. Die Medien zeichneten von dem intelligenten Ex-Studenten der Rechtswissenschaften das Bild eines Mr. Nice Guy. In Wirklichkeit war Ted Bundy alles andere als der Rudolph Valentino der Serienmörder. Er war brutal, sadistisch und pervers. Sein letztes Opfer, ein zwölfjähriges Mädchen, tötete er, indem er ihren Kopf in den Schlamm presste.

Dank seiner Redegewandtheit fiel es ihm nicht schwer, Mädchen und junge Frauen an einen abseits gelegenen Ort zu locken. Dort schlug er sie mit einem Brecheisen, das er unter dem Arm oder im Wagen verborgen hatte, nieder. An den bewusstlosen oder halb betäubten Opfern verging er sich auf grausamste Weise. Seine bevorzugte Methode war die anale Vergewaltigung. Danach erwürgte er seine Opfer und transportierte sie oft über Hunderte von Meilen. Ehe er die Leichen irgendwo liegen ließ, zerstückelte er sie. Oft kehrte er Tage nach dem Verbrechen zu den Toten zurück und befriedigte sich an den herumliegenden Körperteilen, indem er beispielsweise in den Mund des vom Rumpf abgetrennten Kopfes ejakulierte.

Seine ersten Bluttaten beging Bundy 1974 in Seattle. Er tötete 7 Frauen in sieben Monaten. Nach diesen Morden war ihm die Polizei auf den Fersen, doch er zog weiter in südöstlicher Richtung nach Utah.

In Salt Lake City mordete er weiter, bevor er nach Colorado zog. Eine Spur von Toten säumte seinen Weg, auf dem er wenigstens 5 Opfer fand.

In Colorado wurde er 1976 gefasst. Im Januar 1977 wurde er dort wegen Mordes angeklagt. Bundy wollte sich selbst verteidigen und dies gestattete ihm Zugang zu der Juristischen Bibliothek. Dort wurde er für einen Moment alleingelassen und entkam. Er wurde wieder verhaftet, und erneut gelang ihm im Dezember 1977 die Flucht, diesmal aus dem Gefängnis. Er zog weiter nach Tallahassee/Florida.

Dort stieg er in das Haus der Chi-Omega-Studentenverbindung der Florida State University ein und ermordete 2 Frauen. Er konnte flüchten und mordete erneut. Sein letztes Opfer war ein 12jährige Schülerin, welche er vor ihrer Schule kidnappte, und nachdem er sie vergewaltigt hatte, auch ermordete.

Im Februar 1978 konnte Bundy bei einer Verkehrskontrolle gefasst werden. Im Gefängnis gestand er später an die 100 Morde. Ihm konnte nun endlich der Prozess gemacht werden. Bundy wurde letztendlich durch Bisswunden am Gesäß eines Mordopfers überführt, und zum Tode verurteilt.

Währen seiner Haftzeit gestand Bundy zahlreiche weitere Morde, in der vergeblichen Hoffnung, dadurch einen weiteren Aufschub der Todesstrafe zu erreichen. In der Nacht vor seiner Hinrichtung gestand er in einem Fernsehinterview, daß der Konsum von Pornographie die Ursache für seine Taten wäre. Ted Bundy wurde am Morgen des 24 Januar 1989 auf dem elektrischen Stuhl für die 3 Morde in Florida hingerichtet.

Die identifizierten Opfer von Ted Bundy:

Jolly, Rita Lorraine - Juni, 1973
Hollar, Vicki Lynn - August, 1973
Devine, Katherine Merry 25 November., 1973
Healy, Lynda Ann - 31 Januar, 1974
Manson, Donna - 12 März , 1974
Rancourt, Susan - 17 April , 1974
Parks, Roberta Kathleen - 6 Mai, 1974
Ball, Brenda Carol - 1 Juni, 1974
Hawkins, Georgeann - 10 Juni, 1974
Ott, Janice - 14 Juli , 1974
Naslund, Denise - 14 Juli, 1974
Smith, Melissa - 18 Oktober, 1974
Aime, Laura - 31 Oktober, 1974
Wilcox, Nancy - 3 Oktober, 1974
Kent, Debbi - 8 November, 1974
Curtis, Sue - 28 Juni, 1975
Baird, Nancy - 4 Juli, 1975
Smith, Debbie - Februar, 1976
Campbell, Caryn - 12 Januar, 1975
Cunningham, Julie - 15 März, 1975
Oliverson, Denise - 6 April , 1975
Cooley, Melanie - 1 Juli, 1975
Bowman, Margaret - 14 Januar, 1978
Levy, Lisa - 14 Januar, 1978
Leach, Kimberly - 9 Februar, 1978

Interview mit Ted Bundy

Der Psychologe James C.Dobson wurde von Ted Bundy´s Anwältin kontaktiert. Am frühen Nachmittag des 23.Januars 1989 betrat Dr.Dobson mit einer Kameracrew das Florida Staatsgefängnis in Starke. Der beeindruckte Psychologe musste durch 7 dicke Stahltüren und Metalldetektoren, die so sensitiv eingestellt waren, daß sie auf Dobsons Krawattennadel und den Nägeln in seinen Schuhen reagierten. Schließlich betrat sie eine Art Kammer. Kurze Zeit später kam der gefesselte Ted Bundy in Begleitung von 6 Justizvollzugsbeamten in den Raum.

Dobson: Es ist jetzt 14.30 Uhr. Sie werden, falls kein weiterer Aufschub gewährt wird, morgen früh um 7 Uhr auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Was geht ihnen durch den Kopf ? Womit haben sie sich die letzten Tage beschäftigt?

Bundy: Ich will ihnen nichts vorspielen. Es ist nicht so, daß ich sagen kann, ich stehe über den Dingen und habe mich mit der Situation abgefunden. Ständig befinde ich mich in starken Stimmungsschwankungen. Ein Minute bin ich ruhig und gelassen, in der Nächsten bin ich aufgedreht und kann meine Situation nicht fassen. Womit ich mich in den letzten Stunden und Minuten, die ich habe, noch beschäftige, ist, wie kann ich sie ergiebig nutzen. Momentan bin ich ruhig, da ich mich mit ihnen sinnvoll unterhalten kann.

Dobson: Für das Protokoll. Sie sind für die Ermordung mehrere Frauen und Mädchen schuldig gesprochen worden.
Bundy: Ja, das ist richtig.

Dobson: Wie konnte es soweit kommen? Was waren die Gründe für ihre Handlungen? Sie sind, wie sie sagten, in einer recht gesunden Familie aufgewachsen. Sie wurden weder physisch, sexuell oder emotionell missbraucht.

Bundy: Nein. Und das ist ja der tragische Teil dieser ganzen Situation. Ich wuchs als eines von 5 Kindern in eine wundervolle Familie auf. Meine Eltern liebten sich und waren glücklich. Wir gingen regelmäßig in die Kirche. Meine Eltern tranken und rauchten nicht. Es gab keine Gewalttätigkeiten. Nur ab und zu die übliche verbalen Streitigkeiten. Ich hoffe, niemand versucht meinen Eltern die Schuld an all dem zu geben. Was ich hier erzähle ist die Wahrheit. Ich bin so ehrlich, wie ich es nur sein kann. Als kleiner Junge mit 12 oder 13 Jahren entdeckte ich in den Mülleimern der Geschäfte pornografische Softcore-Hefte. Ich möchte unbedingt erwähnen, daß dort auch ab und zu bebilderte Hefte mit Gewaltszenen lagen. Eine gefährliche Mischung in dem Alter. Die Vereinigung von Sex und Gewalt - und ich weiß es genau - führt zu einer so schrecklichen Verhaltenweise, daß es mir schwer fällt, darüber zu sprechen.

Dobson: Erklären sie das genauer. Was spielte sich zu der Zeit in ihrem Kopf ab ?

Bundy: Bevor ich weiter darauf eingehe, ist es wichtig für mich, daß die Menschen mir glauben, daß ich hier die Wahrheit sage. Ich will der Pornographie nicht die alleinige Schuld geben. Ich will nicht sagen, daß das der alleinige Grund war hinaus zu gehen und solche Dinge zu tun. Ich trage die volle Verantwortung für all die Dinge, die ich getan habe. Das Problem ist, in wie weit diese Art von Literatur dich formt und dazu beiträgt, daß man eine aggressive Verhaltenweise entwickelt.

Dobson: Es regt die Fantasie an.

Bundy: Zum Anfang regt es zu bestimmten Gedankengängen an. Nach einiger Zeit entwickelt man nahezu ein eigenständiges Böses Ich.

Dobson: Sie haben die Gewaltfantasien, angeregt durch diese Art von Heften, Fotos und Videos, so lange wie möglich zurückgehalten. Ich war ein normaler Mensch, hatte gute Freunde, lebte ein normales Leben und hielt den inneren Zerstörungstrieb geheim. Aber irgendwann ist der Drang, diesen Trieb nachzugeben und die Fantasien in die Realität umzusetzen, durchgebrochen.

Bundy: Wenn man erst einmal davon abhängig ist und ich betrachte das als eine Art Abhängigkeit, ist man immer auf der Suche nach Bildmaterial mit noch brutaleren Abbildungen. Wie in jeder Abhängigkeit suchst du ständig nach Etwas, daß dir einen besseren Kick -eine stärkere Erregung- gibt. Bis du den Punkt erreicht hast, wo das Betrachten und Lesen des Materials dich nicht mehr erfüllt und du denkst, du kannst nur durch die Umsetzung der Fantasie auf die nächste Stufe der Genusses kommen.

In dem Moment flackert das Licht in der Kammer.

Bundy: Das dauert nur einen Moment, dann leuchten die Lampen wieder hell.

Erst später realisierte Dr.Dobson, daß die Gefängnisleitung Old Sparky, den elektrischen Stuhl, für die bevorstehende Hinrichtung testete und dies auch Ted Bundy bewusst war.

Dobson: Wie lange sind sie an dem Punkt geblieben, bis sie jemanden angegriffen haben ?

Bundy: Einige Jahre. Ich musste zunächst die große Hemmschwelle zu der Kriminalität und der Gewaltbereitschaft, die sich bedingt durch Einflüsse von Familie, Umgebung, Kirche und Schule entwickelt hatte, überwinden. Mir war bewusst, daß es falsch war, darüber nachzudenken oder es sogar umzusetzen. Ich befand mich auf einer schmalen Grenzlinie. Ständig wurde der verbliebene Rest an Zurückhaltung durch die von Pornographie beeinflussten Gewaltfantasien angegriffen.

Dobson: Können sie sich an den Auslöser erinnern, der sie praktisch über die Grenzlinie gestoßen hat ? Was führt zu der Entscheidung, die Gewalt ausleben zu wollen? Wissen sie noch, wo sie diese Entscheidung, alle Warnsignale in den Wind zu schießen, getroffen haben?

Bundy: Das ist wirklich schwer zu sagen. Das Eklatante daran war, daß ich wusste, wenn ich die Linie überschreite, ich die Kontrolle verlieren würde. Die anerzogene Barriere, die mich vom Überschreiten der Grenzlinie zurückhielt, war nicht hoch genug, um mich von der Suche nach dem Kick abzuhalten und jemanden Schaden zu zufügen.

Dobson: Könnte man das Verhalten nicht als sexuellen Wahnsinn bezeichnen?

Bundy: Das wäre eine Möglichkeit es so zu umschreiben - ein Zwang, ein Aufbau von zerstörerische Energie. Eine andere Tatsache habe ich bisher noch nicht erwähnt. Der Missbrauch von Alkohol. In Verbindung mit meiner Abhängigkeit zur Pornographie baute der Alkohol die Hemmschwelle ab und die Pornographie vernichtete den Rest.

Dobson: Nachdem sie den ersten Mord begangen hatten, welche emotionellen Auswirkungen machten sich bei ihnen bemerkbar? Was geschah mit ihnen an den Tagen nach der Tat?

Bundy: Nach all den Jahren ist es nicht einfach, sich daran zu erinnern. Es noch einmal zu durchleben fällt mir nicht so leicht, aber ich möchte, daß sie verstehen, was in mir vorging. Es war, als wenn man aus einem Albtraum erwacht. Ich kann es nur damit vergleichen und ich will nicht zu dramatisch klingen. Es ist so, als wenn man von etwas schrecklichen und überirdischen besessen ist, man am nächsten Morgen aufwacht, sich daran erinnert, was man getan hat und einem klar wird, daß man sich dafür vor dem Gesetz und vor Gott verantworten muss. Am nächsten Morgen aufzuwachen und bei klarem Verstand mit meiner intakten moralischen und ethnischen Lebenseinstellung zu begreifen, was ich getan habe, versetzte mich in einem absoluten Schockzustand.

Dobson: War es ihnen denn vorher nicht bewusst, daß sie zu solche Taten fähig waren ?

Bundy: Es gibt keine Möglichkeit diesen Drang zur Grausamkeit, um so etwas begehen zu können, mit Worten zu beschreiben. Wenn ich erst mal danach die Befriedigung fand und das Gewaltpotenzial auf ein niedriges Level sank, war ich wieder ich selbst. Denn im Grunde genommen benahm ich mich wie ein normaler Mensch. Überall leben solche Verlierer wie ich in ihren Städten und Kommunen, deren gefährlicher Trieb Tag für Tag durch die Gewaltdarstellung in den Medien, insbesondere der sexuellen Gewalt, angeheizt wird. Ich war kein Typ, der den ganzen Tag in Kneipen verbrachte. Ich war keine von diesen Perversen, den die Leute anschauten und dann sagten, daß sie wüssten, daß mit dem etwas nicht stimmen würde. Ich war normal und hatte gute Freunde. Ich lebte ein, den Voraussetzungen entsprechendes, normales Leben mit all meinen kleinen Geheimnissen. Die von uns, die von der Gewalt in den Medien, besonders der pornografischen Medien, beeinflusst werden, sind keine dazu gehörenden Monster. Wir sind eurer Söhne und Ehemänner. Wir wuchsen in normalen Familien auf. Die Pornographie kann ein Kind aus dieser normalen Umgebung herausreißen. Mich hat sie vor 20 oder 30 Jahren herausgerissen. So sehr meine Eltern, die gute Christen waren, auch ihre Kinder schützen wollten, es gibt keinen Schutz gegen diese Art von schlechtem Einfluss, wenn die Gesellschaft sie toleriert.

Dobson: Draußen warten hunderte von Reportern, die sie gerne interviewen würden. Aber sie fragten mich, ob ich kommen würde, da sie etwas zu sagen hätten. Sie denken, das harte Pornographie und das Tor dorthin, die softe Pornographie, bei anderen Menschen irrereparable Schäden anrichtet und bewirkt, daß weitere Frauen missbraucht und auf die Weise, wie sie es taten, getötet werden.

Bundy: Ich bin kein Sozialwissenschaftler und ich glaube nicht, was John Q.Citizen darüber gesagt hat. Aber ich lebe jetzt schon eine lange Zeit im Gefängnis und ich traf eine Menge Männer, die sehr gewaltbereit waren. Ohne Ausnahme waren alle regelmäßig bis zur Abhängigkeit mit Pornographie in Kontakt gekommen. Eine FBI-Studie über Serienmorde hat herausgefunden, daß alle bekannten Serienkiller regelmäßige Pornokonsumenten sind.

Dobson: Wie hätte sich ihre Leben wohl ohne diese Einflüsse entwickelt ?

Bundy: Ich weiß, es wäre viel besser gewesen. Und nicht nur für mich, sondern für eine Menge anderer Leute - den Opfern und deren Familien. Ohne jegliche Zweifel wäre es ein besseres Leben geworden.

Dobson: Wenn ich die Möglichkeit habe, ihnen Fragen zu stellen, die ihnen eine ganze Reihe von Leuten stellen würden, wäre ein der Frage: Denken sie an alle die Opfer und den trauernden Familien ? Auch noch Jahre später verläuft ihr Leben nicht in normale Bahnen. Es wird auch nie wieder normal sein. Fühle sie Reue ?

Bundy: Viele werfen mir vor, daß ich selbstsüchtig wäre. Mit Gottes Hilfe bin ich nun, natürlich viel zu spät, an einen Punkt angekommen, an den ich den Schmerz und die Verletzungen, für die ich verantwortlich bin, fühle. In den letzten Tagen habe ich mit einer Reihe von Polizisten über ungeklärte Mordfälle gesprochen. Mordfälle mit denen ich zu tun hatte. Jetzt nach einigen Jahren werden all die schlimmen Gefühle und Gedanken wiederbelebt. Ich muss mich stetig mit ihnen auseinandergesetzt. Das Gefühl des Horrors ist immer präsent. Ich hoffe, daß denen, den ich so viel Leid zugefügt habe, auch wenn sie an der Glaubwürdigkeit meiner Reue zweifeln, mir jetzt zuhören. Es wird immer genügend Typen geben, die für Gewalt und Pornographie empfänglich sind. Was mich so erschreckt, ist das hohe Maß an Gewalt, das sie heutzutage in Filmen im Fernsehen zeigen, die noch vor 30 Jahren nicht in Ab 18 Jahre-Kinos gezeigt wurden.

Dobson: Meinen sie diese Schlitzer- Filme ?

Bundy: Solche Gewaltfilme sind für Kinder, die ohne Aufsicht und in der Unwissenheit, daß sie dafür empfänglich sind, auch zu einem Ted Bundy zu werden, sehr gefährlich.

Dobson: Den letzten Mord begangen sie an der 12jährigen Kimberly Leach. Ich denke, der Aufschrei des Entsetzens und der Empörung in der Bevölkerung war größer als sonst, weil ein Kind vom Gelände einer Schule entführt wurde.Was fühlten sie nach der Tat ? Oder fühlten sie die üblichen Emotionen, die sie immer nach den Taten hatten ?

Bundy: Ich kann darüber jetzt nicht sprechen. Es ist zu schmerzhaft. Ich möchte, daß sie wissen, wie sich diese Erfahrung anfühlt, aber ich kann nicht darüber reden. Ich bin nicht fähig, den Schmerz der Eltern dieser Kinder und der Mädchen, denen ich das antat, zu verstehen. Ich kann nichts wiedergutmachen. Ich werde ihnen nichts vorspielen und erwarte auch von ihnen keine Vergebung. Die Fähigkeit zu Vergeben gewährt nur Gott. Entweder besitzen sie diese Gabe oder sie werden sie eines Tages vielleicht finden.

Dobson: Haben sie die Strafe, zu der sie der Staat verurteilt hat, verdient ?

Bundy: Das ist eine gute Frage. Ich will nicht sterben. Ich verdiene wohl die extremste Strafe, die der Gesellschaft zu Verfügung steht. Und ich denke, daß die Gesellschaft vor Leuten wie mir beschützt werden sollte. Das ist sicher. Ich hoffe, daß der Gesellschaft durch dieses Gespräch klar wird, daß sie sich vor sich selbst schützen muss. Einerseits verurteilen die Menschen das Handeln eines Ted Bundy während sie an einem Zeitschriftenstand mit all dieser brutalen Hardcore-Pornographie, die die Kinder zu Ted Bundys werden lässt, vorbeigehen. Das ist die Ironie. Die Menschen erwarten mehr als nur die verhängte Strafe. Aber es gibt keine Möglichkeit in dieser Welt, daß durch meine Hinrichtung all die hübschen Kinder wieder lebendig zu ihren Eltern zurückkehren und die Schmerzen gelindern werden. Aber es gibt eine Menge anderer Kinder, die heute in den Straßen unseres Landes spielen und morgen schon tot sein werden.

Dobson: Außerhalb der Gefängnismauern hat sich bei den Menschen ein enormes Potenzial an Zynismus über ihre Person gebildet. Und das wohl aus einem guten Grund. Ich bin mir nicht sicher, ob die Menschen überhaupt noch ihren Worten glauben schenken. Sie haben die Vergebung Jesus Christis akzeptiert und glauben an ihm. Gibt der Glaube ihnen die Kraft für die letzten Stunden ?

Bundy: Ja, das glaube ich. Ich kann nicht behaupten, daß der Aufenthalt im Tal der Schatten des Todes für mich etwas Alltägliches ist. Das ich stark bin und mich nichts aus der Ruhe bringen kann. Dies ist ja kein Spiel. Es macht einsam. Ich habe erst jetzt realisiert, daß ja eigentlich jeder von uns irgendwann an diesen Punkt ankommen wird.

Dobson: Es kommt immer auf das Verhalten des Menschen an.

Bundy: Unzählige Millionen, die vor uns auf dieser Welt lebten, kamen irgendwann an diesen Punkt. Dies ist eine Erfahrung, die wir alle einmal machen werden.

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